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Der kritische Agrarbereicht 2026: Wandel & Widerstand

Podiumsdiskussion mit Autorinnen

und Autoren des Kritischen

Agrarberichts 2026.

Heinrich Böll Stiftung, 15.01.2026


Auf der Grünen Woche in Berlin wurde am 15. Januar vom AgrarBündnis der Kritische Agrarbericht 2026 vorgestellt. Aus dem Editorial: "Wir erleben zurzeit einen Epochenwandel mit ebenso disruptiven wie tiefgreifenden Änderungen. Nicht zuletzt auch in der Agrarpolitik: Unter dem Deckmantel von Bürokratieabbau wird jede Form von Ordnungspolitik infrage gestellt und delegitimiert. Das zeigt sich bei der Zulassung von Pestiziden, bei der ineffizienten und rechtlich problematischen Düngepolitik, der mangelnden Regulierung des Bodenmarktes oder beim verschleppten Tierschutz.  . . . 

Zurück bleibt eine gewisse Ratlosigkeit, wie auf die Wucht und Geschwindigkeit, mit der all das geschieht, adäquat zu reagieren ist. Eine durchaus verständliche Ratlosigkeit, die von der Umkehrung vieler Werte und zivilisatorischer Standards zeugt, die noch vor Kurzem Orientierung gaben. In einem zentralen Punkt jedoch gibt es keine Verunsicherung, vielmehr große Gewissheit unter den 74 Autor:innen dieses Berichts: Die regressive Agrarpolitik, wie sie auf den folgenden Seiten vielfach beschrieben und kritisiert wird, wird keines der großen Probleme einer Lösung auch nur näher bringen: weder den dramatischen Verlust der Biodiversität auf landwirtschaftlich genutzten Flächen noch die Jahr für Jahr zunehmende Krise des Klimas, an der die Landwirtschaft (als Leidtragende zudem) selbst einen nicht unerheblichen Anteil hat, noch die Herausforderungen beim Umbau der Tierhaltung oder die ökonomisch prekäre Situation auf vielen Betrieben und das damit verbundene Höfesterben."