Rundweg Käbschütztal

Auf den Spuren des Bio-Landbaus im Meißner Land

Der Rundweg startet in Görna an der Haltestelle der Bus-Linien 412 und 422. Der Großteil der Strecke verläuft entlang ausgeschilderter Wanderwege im Umfeld der Käbschütz.  Der Weg führt zu den ehemaligen Demeter-Betrieben in Stroischen, Mauna und Görna. In der Besenwirtschaft "Mauna Beach"  im Weinberg der ehemaligen Demeter-Kelterei Biedermann kann in den Sommermonaten an Sonn- und Feiertagen Rast eingelegt werden. 

Der Weg

Gesamtstrecke: ca. 9,5 Km

Natur-/Feldwege: ca. 7,8 km

Aufstieg:  99 hm / Höchster Punkt: 240 m

Karte: Outdooractive, GPX-Datei

Anreise

Bushaltestelle Görna: Bus-Linie 412 oder 422 von Meißen oder Nossen

PKW: Görna liegt an der B 101, Parken im Ortszentrum oder beim ehem. Bahnhof

Gastronomie


Wegbeschreibung

Zum ehemaligen Sommerschen Gut in Görna (ca. 100 m)

Von der Bushaltestelle geht der Weg über den kleinen Käbschützbach Richtung Tankstelle. Auf der rechten Seite der Bundesstraße liegt in Sichtweite das ehemalige Gutshaus der Familie Sommer. Rudolf Sommer  übernahm 1927 das väterliche Gut und war eines der Gründungsmitglieder der Demeter-Arbeitsgemeinschaft Meißen. Wegen fehlender Bürgersteige ist das heutige Wohnhaus leider schwer zu Fuß zu erreichen. Der Rundweg verläuft gleich nach Überquerung der Käbschütz die Straße rechts ab Richtung Norden. 

Ehemaliges Sommersches Gutshaus, Görna 2020, Foto: E.v.W.
Ehemaliges Sommersches Gutshaus, Görna 2020, Foto: E.v.W.

Von Görna nach Lobschütz (ca. 2,1 km)

Die Pflasterstraße führt auf einen noch heute landwirtschaftlich genutzten Vierseithof, wo links vorbei ein Schotterweg ins Käbschütztal führt. Bei der Wegesgabelung unter der Sommerlinde geht es weiter gerade aus auf dem ehemaligen Gleisbett der Kleinbahn Richtung Lommatzsch. Am ehemaligen Bahnhof Mauna führt der Rundweg rechts ab über die Käbschütz und dann hinauf zur Ortschaft Lobschütz. Gleich am Ortsanfang können die nach den Richtlinien der Permakultur entwickelten Außenanlagen des  Luminohofs  besichtigt werden. Durch die Pflanzung von mehr als 1000 Gehölzpflanzen und mehr als 100 Obstbäumen im Jahr 2014 konnte hier ein Rückzugsort für Mensch und Tier geschaffen werden.

Im Jahr 2014 angelegtes Biotop unterhalb Luminohof, Lobschütz, Foto: www.luminohof.de
Im Jahr 2014 angelegtes Biotop unterhalb Luminohof, Lobschütz, Foto: www.luminohof.de

Von Lobschütz nach Stroischen (ca. 1,5 km)

Der Weg geht hinauf bis zur Querstraße, wo es links ab Richtung Norden geht. Nach ca. 800 m geht rechts ein Feldweg mit Obstbäumen ab, der auf die Einfahrtsstraße nach Stroischen führt. Die Straße führt unten in der  Ortsmitte direkt auf das Eingangstor des ehemaligen Demeter-Hofes der Familie Müller zu, die noch heute den Hof bewohnt. Rechts vom Hof kommt nach wenigen Metern bergauf ein Wiesenweg Richtung Mehren, von dem aus der vorgesetzte lichtdurchflutete Kuhstall aus dem Jahr 1936 betrachtet werden kann.  Rechts vom Wiesenweg können die hoch gewachsenen Baumfeldreihen des Müller'schen Hofes bewundert werden, die in den 1940er Jahren errichtet wurden und bis heute den Hof mit Brennholz versorgen.

Erbhof Müller in Stroischen 2020, Foto: E.v.W.
Erbhof Müller in Stroischen 2020, Foto: E.v.W.

Von Stroischen nach Mauna (ca. 3,5 km)

Vom Müller'schen Hof geht es die gekommene Straße wieder Richtung Westen bergauf und mündet an der Querstraße in einen Feldweg, der hinab ins Käbschütztal führt. Vorbei an neu gesetzten Obstbäumen eröffnen sich am rechten Wegrand weite Ausblicke in das Herzstück der Lommtzscher Pflege. Unten an der Käbschütz angekommen, geht es links ab wieder auf dem ehemaligen Gleisbett der Kleinbahn zurück zum Bahnhof Mauna. Rechts hinauf führt der Weg nun zum alten Ortskern von Mauna, wo an der Hauptstraße gleich links bei der großen Linde die Einfahrt zum ehemaligen Steigergut zu finden ist. Nach 1945 kam es durch Enteignung und Aufteilung in mehrere Siedlerstellen  zum schrittweisen Rückbau von Gebäudeteilen des ehemals großen Vierseithofes. Noch heute ist hier ein landwirtschaftlicher Betrieb vorzufinden.

Ehemaliges Steigergut in Mauna, Foto: E.v.W. 2020
Ehemaliges Steigergut in Mauna, Foto: E.v.W. 2020

Zur Kelterei Biedermann in Mauna (ca. 100 m)

Die Kelterei liegt gleich neben dem Steigergut die Straße abwärts. Curt Biedermann erhielt mit seinem Betrieb im Jahre 1937 als erster und einziger in Sachsen die Genehmigung, seine Erzeugnisse als Demeter-Säfte und Demeter-Süßmoste zu verkaufen. Gleich neben dem Eingangsportal findet sich rechter Hand eine alte Holztafel mit dem damaligen Demeter-Logo. Der Urenkel Frank Biedermann leitet die heutige Kelterei. Der Maunaer Weinberg wird seit 2019 von dessen Bruder Martin wieder auf ökologischen Weinbau umgestellt.  In den Sommermonaten begrüßt Sie oberhalb des Weinbergs eine kleine Besenwirtschaft.


Mauna Beach - Besenwirtschaft im Maunaer Weinberg, Foto: E.v.W 2020
Mauna Beach - Besenwirtschaft im Maunaer Weinberg, Foto: E.v.W 2020

Zurück nach Görna (ca. 2,1 km)

Auf dem gleichen Weg wie gekommen, geht es zurück zum Bahnhof Mauna und dort rechts ab wieder auf dem ehemaligen Gleisbett der Kleinbahn zurück nach Görna.

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